D-ROLF in Wort und Bild

TV und Video

Stefan Kretzschmar

Video mit Stefan Kretzschmar

D-Rolf in Afrika

Video Afrikatour

(Anzeige)

Radio und Sound

  • Deutschlandradio
    Deutsche Lebensläufe
  • Deutschland-Radio
    D-ROLF´s 200 km/h-schneller Turbo-Trabi.
  • Radio rbb
    Mit Iris Wussman von der "Grünen Woche".
  • Radio Multikulti
    Madagaskar und der Tsunami.
  • Olympia Athen 2004
    Interview zur Sommerolympiade 2004

Fotogalerien

USA Events

Vorschaubild Galerie "USA Events"

Madagaskar 2004

Vorschaubild Galerie "Madagaskar 2004"durchblättern

Afrikatour 2006

Vorschaubild Galerie "Afrikatour 2006"

Best Of D-ROLF

Vorschaubild Galerie "Best Of"durchblättern

Paul-Graetz-Tour 2007

Vorschaubild Galerie "Paul-Graetz-Tour 2007"

Mongolei 2008

Vorschaubild für Galerie Mongolei 2008durchblättern

Budapest-Bamako 2009

Vorschaubild Galerie "Budapest-Bamako 2009"

What´s coming up next ?

Vorschaubild für kommende Galerie
durchblättern

News von D-Rolf

La Micheline, der einzigartige Triebwagen auf Madagaskar<>D-ROLF Eisenbahn

29.07.2010

-ROLF hat interessante Eisenbahn-Infos>

„La Micheline“ auf Madagaskar Herrliche Entdeckungsreise
Von Klaus Heimer/ Reisejournalist /Afrika
Oldtimer auf Schienen



Unsere Freund in Mansfeld
http://www.boards-4you.de/wbb13/60/thread.php?sid=&postid=17694#post17694

Gespannt und erwartungsfroh steht die Gruppe, bestehend aus Madagassen, Franzosen und Deutschen auf dem Bahnsteig in Madagaskars Hauptstadt Antananarivo. „Bitte einsteigen“ lautet die freundliche Aufforderung der Hostessen Rindra, Haingo und Felana, die die Passagiere in englischer und französischer Sprache über Besonderheiten informieren und unterwegs mit Snacks bewirten. „Madarail“, seit einigen Betreiberin des Schienennetzes Nord, hat den Oldtimer auf Schienen, die legendäre „La Micheline“, wieder flott gemacht und lädt zu Fahrten nach Andasibe oder Antsirabe ein. Dieses Mal ist die Heimat der Lemurenart Indri indri Ziel der vierstündigen Fahrt. Bequeme Sitzmöbel mit weichem Polster, Lederarmlehne und Nackenkissen, die noch aus der Ursprungszeit stammen, verleiten den einen oder anderen unterwegs immer mal wieder zu einem kurzen Nickerchen. Alles verläuft planmäßig, keine Panne, sogar die fünf Ersatzreifen bleiben unberührt. Lokführer Marc Razafindrabe, sein Elektriker und die beiden Mechaniker kennen jede Kurve, jeden Tunnel und jeden Bahnübergang aus dem Effeff – für sie also eine ganz normale Tour. Anders für die Reisenden, die sich in die 50er Jahre zurückversetzen lassen, als „La Micheline“ der Serie ZM 517 „in Mode“ kam und von der früheren Kolonialmacht Frankreich auch auf der viertgrössten Insel der Welt eingesetzt wurde. Sieben Tonnen wiegt der 14 Meter lange nostalgische Zug mit einem 120 PS-Mercedes-Motor, 19 Sitzplätzen, kleiner Bar und Toilette. Alles stilgerecht restauriert. Wichtigstes Utensil der Equipe ist allerdings das Signalhorn, das auf offenen Strecken ebenso wie bei der Durchfahrt von Ortschaften lautstark dröhnt und die Ankunft des Reisebusses auf Schienen mit dem klangvollen Namen „Viko-Viko“ ankündigt. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich eine einheimische Vogelart – die Madagaskar Brachschwalbe, die Namensgeberin für die einzige intakte Micheline dieses Typs ist, die knapp zehn Jahre in der Werkstatt ein tristes Dasein führte, bis sie Anfang 2010 erstmals wieder eingesetzt wurde. Der Dieselverbrauch für die 148,32 Kilometer lange Strecke Antananarivo – Andasibe mit einer Spurbreite von 70 Zentimetern liegt bei 35 Litern. Der Mangorofluss wird auf einer Eisenträgerbrücke überquert und bei der Talfahrt ab Mandraka geht es kurz hintereinander durch etliche Tunnel. 120.000 Ariary oder rund 45 Euro kostet die Fahrt Antananarivo – Andasibe – Antananarivo pro Person. Am Samstag startet der “kleine Zug wie kein anderer“ pünktlich um 8 Uhr in der Hauptstadt und fährt gegen 12 Uhr laut hupend in Andasibe ein, sonntags ist für 14 Uhr die ebenfalls vierstündige Rückfahrt terminiert. Die Passagiere haben also ausreichend Gelegenheit, bei einer Abendwanderung auf die Suche nach nachtaktiven Lemuren zu gehen und am nächsten Morgen mit einem lokalen Naturführer die größte Halbaffenart (Indri) im Park von Analamazaotra aufzuspüren. Also eine herrliche Entdeckungsreise gleich in mehrfacher Hinsicht. Höhepunkte bei der Hinfahrt sind die Haltepunkte Mandraka mit herrlichem Ausblick ins Tal, sofern der späte Morgennebel nicht alles verschleiert, und am Fußpunkt der Halt in Anjiro, wo eine Scheinanfahrt die Kameras Amok laufen lässt. Unterwegs immer wieder winkende Menschen beim Pflügen oder der Arbeit in Reisfeldern oder, wenn die Schienen parallel zur Nationalstrasse führen, von freundlichen Autofahrern. Für kurzzeitige Aufregung sorgen bei einem Blick aus den Fenstern im Vorbeifahren die Überbleibsel eines Verkehrsunfalls, der sich im Bereich eines Bahnübergangs kurz zuvor ereignet haben muss. Ein stark beschädigter Kleinbus und ein Lastwagen waren auf der Nationalstrasse 2, die die Hauptstadt mit Tamatave an der Ostküste verbindet, frontal zusammen gestoßen und im Graben gelandet. Meist ziehen Eukalyptuswälder oder Kiefernhaine an den Fenstern vorbei, die insbesondere im Bereich des Städtchens Moramanga industriell genutzt werden. Wer bei der Tour auf den Geschmack gekommen ist, kann mit „La Micheline“ von Antananarivo nun auch noch gemütlich in das Edesteinzentrum Antsirabe tuckern. Nähere Informationen bei „Madarail“: tourisme@madarail.mg, Tel. 020 22 34599 oder 034 00 50357. Ansprechpartnerin ist Rindra Rakotoarisoa, die sogar etwas Deutsch spricht. Weitere Fahrten nach Andasibe sind am 31. Juli, 14., 21. und 28. August, zurück in die Hauptstadt geht es mit „La Micheline“ am 1., 15., 22. und 29. August. Am 7. August steht eine Tour nach Antsirabe auf dem Fahrplan, die Rückfahrt ist am 8. August um 14 Uhr.

zur Übersicht